Das Jahr 2017



Rollischubser und Hundemädchen

Wie ich schon habe anklingen lassen, ist es mit der Muskelkraft nicht immer ganz so weit her. Das durfte ich ganz besonders vorletzte Nacht hautnah erleben, als es leider nicht reichte, mich aus eigener Kraft aufs Klöchen zu hieven. Zurück übrigens auch nicht, und auch nicht wieder in die Heia... geilo....

Immerhin war der Start vom Bett in den Rolli noch geglückt. Aber dann war sense.

Ich konnte es so, so und so probieren, nope.

Wenige Augenblicke vorher hatte ich aber meinen nachtaktiven Herrn Sohn noch durch die Gänge schleichen hören. So bin ich zurück in den Flur gekullert und habe ihn zu Hilfe gerufen. Mit seiner Unterstützung hat es dann geklappt. Was mich nun nicht fröhlicher werden ließ, denn er ist nun auch bald futsch. Und dann habe ich nur noch meinen Thompson. Den wollte ich aber eigentlich nicht im Schlaf stören. Dann wird mir aber leider nix anderes übrig bleiben.

Blieb mir auch so nicht. Denn, wie schon erwähnt, klappte auch der Transfer ins Bettchen zurück nicht. Pascal wartete zwar an der Schlafzimmertüre, denn ich wollte es erstmal alleine probieren, aber mein Geruckel am und im Bett würde selbst Dornröschen wecken. Und so auch meinen Prinzen. 

Der zog seine Kartoffelsack-Gräfin an Ort und Stelle und bekundete ihr sein Mitleid mit der Situation. Auch etwas besorgt bei dem Gedanken, wie sowas nun weiter gehen soll.

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Abenteuer Leben

Kennt ihr das?

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Handbike?!

Hildi is Schuld.

 

Die hat damit angefangen.

"Schaff dir doch ein Handbike an. Dann können wir auch mal zusammen fahren." "Nein. Nicht mein Ding."

 

... "Also, ich finde, du solltest echt mal über ein Handbike nachdenken." "Nein, never ever."

 

... "Wenn du ein Handbike hättest, könnten wir mal zusammen fahren." "Grmpf"

 

Aber den Ausschlag dazu, dass ich meine Meinung zu einem Handbike geändert habe, hat ihr Satz gegeben, dass sie mich bei einer Radtour mit dem Rolli vorne auf ein E-Bike setzen wollte um mich so durch die Gegend kutschieren.

Ey, noch dreimal mehr never ever! Ich glaub ich  spinne!

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Die Sache mit den Flügeln

"Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel"

Ein einfacher Satz, alles ist gesagt. 

Die Umsetzung ist nicht immer ganz so einfach. Denn das "Flügel-geben" fängt ja nicht erst an, wenn sie groß sind. Es ist ein Wurzel-Geflügel-Salat ab dem Moment, ab dem sie geschlüpft sind.

Ich erinnere mich sehr genau, an die ersten Versuche von Klein-Jackson und später auch Klein-Pascallo, selber zu krabbeln, sich aufzurichten, hochzuziehen, selber zu stehen, zu gehen und irgendwann zu klettern und dies immer höher und immer waghalsiger.

Da nicht jedes Mal aufzuschreien und die Nerven zu behalten ist nicht die leichteste Übung, die ich absolvieren durfte. Hohe Rutschen, wo ich sie schon fast beim Hinsetzen wieder hintenüber rückwärts runtersegeln sah, Klettergerüste, und auch mal ein Fehltritt, der aber Gott sei Dank nie was Schlimmeres als eine Schramme und auch mal eine etwas größere Wunde nach sich gezogen hat, wurden von mir begleitet, immer in dem Versuch, die Balance zwischen Aufsicht und Freiheit zu halten.

Und sie nicht mit meiner Angst zu verunsichern. Auch wenn mir gerne mal der Atem stockte und das Herz stehen blieb.

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Buchstabensalat

Freitag postete eine FB-Freundin einen Artikel zu einem an ALS erkrankten Läufer, der sich wünscht, nochmal die 42 km, die ein Marathon lang ist, zurück zu legen. Und zwar beim Münster-Marathon, der in wenigen Wochen stattfindet. Einer der schönsten in Deutschland, wie ich finde.

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Sei keine Libelle

Wir haben einen Teich im Garten und eine überdachte Terrasse, direkt anschließend. 

Die ist jetzt aber nicht rundum geschlossen. Nein, sie hat einfach ein gewelltes Kunsstoffdach, das uns vor Regen schützt, wenn nicht grade die Welt untergeht. Dann schützt es nicht, sondern lässt die Massen durch. 

Und da sollte man ja meinen, dass ein Dach nun kein Hindernis darstellt. Gut, hoch geht nicht, aber an den Seiten raus, ja, das geht.

Nun begab es sich aber, dass heute morgen eine Libelle den Weg vom Teich unter unser Dach gefunden hatte. Sie war recht stattlich und bevor ich sie sah, hörte ich das Klicken, das sie verursachte, wenn sie gegen das Dach flog.

Und das tat sie recht oft, ständig, um genau zu sein.

Das Dach liegt auf Holzbalken auf, die, so dachte ich bisher, aber auch kein Hindernis darstellen sollten. Sei es für fliegende, krabbelnde oder sich windende Insekten.

Weit gefehlt!

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Wenn nicht, dann...

Ich mag die Serie "Rizzoli und Isles". Wir haben, wenn auch nicht alle, so doch fast alle Folgen gesehen und mussten uns nun vor kurzem von den beiden und ihrem Team verabschieden.

Staffel Nummer 7 war gleichzeitig die letzte. Schnief...

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Darauf hat die Welt gewartet!

Müsst ihr echt mal machen: Googelt mal "Buch Rollstuhl". 

 

Überraschung! Es gibt schon eins! Oder zwei, drei....

"Das Glück geht nicht zu Fuß", "Kann man da noch was machen?", "Willkommen im Erdgeschoß", "Mein Sprung in ein neues Leben", "Zwei Leben", "Steh auf und Flieg", "Mein Leben und wie ich es zurück gewann", "Ich fliege mit zerrissenen Flügeln"...

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Wenn et Hösken anne Futt klebt

Dann kann man davon ausgehen, dat et warm is.

Is erstmal nicht schlimm, aber ich steh halt nicht mal eben auf um mich in ein Windchen zu stellen und so Hose und Poppes zu kühlen. Ich drücke mich vielleicht mit den Armen ein wenig aus meinem Sitz, darf euch aber verraten, dass der Effekt gleich null ist.

Manchmal stelle ich die Beine an, sodass die Füße auf dem Rollisitz stehen und umfasse die Beine mit den Armen. Dadurch wird die Angriffsfläche Po-Sitz kleiner und ich komme auch mal in den Genuss ein wenig Luft abzubekommen.

Oft sieht man mich bei dem Wetter zuppeln, ruckeln und hin und her schubbbern. Und da werde ich nicht die einzige sein.

 

Hinzu kommt, dass es den Nebeneffekt gibt, dass mein Körper ein wenig wie Slimy wird. Kennt ihr die grüne Tonne noch? Mit dem glibbrigen Inhalt? Ich durfte sowas ja nie haben... Fand ich voll doof. Alle meine Klassenkameraden spielten mit dem Zeug, nur ich bekam keins. Nun werde ich zu einem. Man muss sich halt immer überlegen was man sich wünscht und es vor allen Dingen genau definieren...

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Wat stehs du denn hier rum?

Et gibt ja die dollsten Dinge. Wenn man sich erstmal mit der Materie beschäftigt, und das mache ich aus ausreichend bekannten Gründen, dann findet man ne Menge Sachen für Leute, die nicht mehr ganz so rüstig auffe Füße sind.

 

So hatte ich zum Beispiel eine Testfahrt mit einem Lipo Lomo. Und ihr merkt es, es ist nicht nur ein Hilfsgerät, es hört sich auch noch lustig an. Als ich den Namen zuerst gehört habe, habe ich an Falten wegspritzen gedacht. Nein... ganz falsch...

Es ist ein Zuggerät für den Rolli.

Man schnallt es an eine Vorrichtung, die zuvor am Rolli befestigt wird und dann kann man sich ziehen lassen. Die kleinen Vorderräder des Rollis werden von dem Zuggerät in die Luft gehoben, sodass man sozusagen dreirädrig unterwegs ist.  (Vorteil: Große Räder schaffen Unebenheiten weitaus besser und bleiben nicht hängen, so wie es die kleinen gerne mal machen.) Und das nicht mal langsam. 15 km/h kann man damit erreichen. Das ist ma nicht wenig, für so'n Rolli. Wenn man so schnell unterwegs sein möchte, muss man allerdings ein Mofa-Kennzeichen und somit eine Versicherung haben. Was ich nochmal lustiger finde. Mein Rolli mit nem Mofa-Kennzeichen. Hihi.

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Blog-Geburtstag!

Edit: 13.08.17

 

Geschafft!

Herzlichen Glückwunsch an die Coonies und den TSV Neuss. Dass sie beide gleich viel Likes haben zeigt wie wichtig sie sind. Darum gibt es keinen 1. und keinen 2. Platz, sondern 2 anderthalbte. Jede bekommt 40 Euro von mir.

Und die Igelchen haben es auf den 3. Platz geschaftt! Herzlichen Glückwunsch zu 20 Euro! Freue mich auf PN für Kontodaten und Adressen für die Tassen. Wobei ich darauf bestehe, dass mindestens Giesela Hassels und Bettina Fecher ihre persönlich abholen. Über ein persönliches Kennenlernen von Astrid Weitz Sabrina Schenk würde ich mich auch sehr freuen. Tasse steht bald bereit!

Weiter geht eine Tasse an Leila Karoumi, eine der lieben Menschen, die meine Seite interessant genug finden, dass sie mir folgen. 280 sind es mittlerweile... wow...
Melde dich wegen der Zustellung!

4 Damen möchte ich besonders hervorheben:
Susanne Feinendegen, Heike Brombach, Bettina Fecher und Christine Thissen. Sie begleiten mich vom ersten Tag an und sind mir seit einem Jahr treu. Danke euch sehr!

Und auch allen anderen: Danke, dass ihr da seid und euch für meine Gedanken interessiert. Es macht Spaß sie mit euch zu teilen!


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Lebenszeit

"Auf Grund meiner Krankheit habe ich eine geringere Lebenszeit als andere."

Eine Aussage, gefunden in Facebook.

 

Solche Aussagen schaffen es innerhalb von Millisekunden, dass ich aufgestellte Nackenhaare habe. Und das sieht nicht nur komisch aus, nein, wenn das passiert, muss ich auch immer aufpassen, dass ich keinen blöden Spruch drunter schreibe.

 

Denn mir schießen genug davon ins Hirn.

Die Frage, ob sie auf Grund ihrer Krankheit eine geringere Lebenszeit hat, als der kleine Junge, dessen Eltern sich noch weigern ihn gehen zu lassen, Charlie Gard.

Oder als die vielen Kinder, die grade Hunger leiden oder die Kriegsopfer, Terroropfer, Unfallopfer....

Sie hat schon einige von ihnen um Jahre überlebt. Denn sie ist älter geworden als manch ein anderer. Älter als manch ein "Gesunder".

Denn darum geht es doch: Ich bin krank, muss auf Grund der Krankheit vielleicht eher sterben. (Jetzt habe ich ein "vielleicht auch nicht" im Kopf ;-))

 

Und was mache ich nun mit dem Wissen? Das übrigens keines ist. Es ist nur eine Annahme. 

 

Die Ärzte von Stephen Hawking haben ihm nur wenige Jahre gegeben, da war er 21. Er ist mittlerweile 75. Das werden nun auch nicht alle Gesunden. Und ich glaube nicht, dass er sich rund um die Uhr damit beschäftigt hat, dass er auf Grund seiner Krankheit weniger Lebenszeit hat als andere. Dann hätte er sich wohl ins Bett gelegt und auf sein Ende gewartet. Und wäre vielleicht tatsächlich schon längst tot.

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Flipper

Hihi, ich summe es schon die ganze Zeit vor mich hin. 

"Flipper, Flipper, gleich wird er koooomen..., jeder kennt ihn, den guten Delphin..."

 

Hab jetzt auch nen Flipper.

Gut, hat Räder, aber , hey, was soll's?

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Vielleicht, vielleicht auch nicht

Das trifft meine aktuelle Situation.

Sogar bis in die Freizeitgestaltung, wie ich gestern erleben durfte. Hihi.

Die ersten "Vielleicht, vielleicht auch nicht" erlebte ich schon vor zwei Wochen. Da stand mal wieder ein Besuch in der Uniklinik Bochum an. Ich fahre nicht gerne dorthin. Es rückt meine Krankheit komplett in den Fokus und ich fühle mich kranker als sonst. Die Untersuchungen haben immer den Beigeschmack, dass mir hier konkret aufgezeigt wird, was alles nicht mehr geht. 

Es wird an mir gedrückt, ich soll meine Zehen heben (geht nicht), Beine heben (geht nicht), auseinander drücken (geht nicht), zusammen drücken (geht nicht). Ja, das geht alles nicht. Prima, wusste ich schon, fand ich nur bis grade gar nicht so schlimm. Nun gut. 

Dann ging das Gegendrücken weiter oben weiter. Meine Arme sind ja noch ganz fit, aber der Rumpf war auch schon mal kräftiger. Was dazu führt, dass ich umkippe, wenn jemand meine angehobenen Arme runterdrücken möchte. Die halten dem stand, ich gebe aber in meiner Mitte nach. Sind somit die Arme schlechter geworden? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich kann sie ja nicht lange genug oben halten, weil ich mich abstützen muss.

Dann musste ich zum Lungenfunktionstest. Auch der war schlechter. Na prima.

Ich hätte als Erklärung ja die Tatsache, dass ich mich seit Monden nicht mehr sportlich betätige und dass ich recht gebeugt im Rolli sitze und so meine Lungen zusammen drücke. Hinzu kam, dass es 35 Grad waren und ich mit Bruno alleine gefahren war, 100km mit Stau, dann Parkplatz suchen. Das schlägt doch auf die Kondition, oder? 

Vielleicht, vielleicht auch nicht.

Dann wurde gesagt, dass es in den USA ein Medikament gibt, dessen Zulassung nun in Deutschland bevorsteht. Es soll die Verschlechterung der Krankheit aufhalten. WENN es zugelassen wird und ich in Frage käme, dann dürfte aber der Lungenfunktionstest nicht schlechter werden. Denn eine gewisse Kapazität ist die Voraussetzung, dass man an dieser Studie teilnehmen kann. Aha. Gut zu wissen. Werde es meiner Lunge ausrichten. Vielleicht hält sie sich dran. Vielleicht auch nicht.

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Respekt!?

Mal wieder eine Blüte aus meiner Rolli-Gruppe.

Es stellt sich ein Mädchen neu vor und erzählt, dass sie selber nicht im Rollstuhl sitzt. Aber ihr Freund.

Sie sind seit 3,5 Jahren zusammen und sein Unfall war vor zwei Jahren.

Da sie auch ein Foto von sich und ihm gepostet hat, war gut zu erkennen, dass es noch recht junge Menschen sind. Ich denke so "Nett." Und lese dann die Kommentare von einigen der Gruppenmitglieder.

Natürlich schreiben viele einfach nur ein "Willkommen", aber die, die es nicht tun, finden es wichtig, dem Mädel ihren Respekt auszudrücken. 

Häh?

Warum? 

Was ist daran zu bewundern, dass jemand mit einem anderen zusammen ist/bleibt, obwohl das Leben ein wenig anders verläuft? Der Partner nun nicht mehr durchs Leben springen kann, sondern rollt? 

Ich frage mich, wie sich ihr Freund fühlt, wenn er liest, dass es wohl eine tolle Leistung seiner Partnerin sein muss, dass sie bei ihm geblieben ist. 

Wo er doch jetzt ein Krüppel ist. Das hat natürlich niemand geschrieben, aber das implizieren doch solche Aussagen.

"Mensch, du kannst aber froh sein, dass der/die dich nicht verlassen hat. Wo du ja nun so kaputt bist."

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Corvettenkapitän

Seit Samstag höre sogar ich wenn Thompson heim kommt. Und dass, obwohl ich neben lahm auch n bissel schwerhörig bin. Grund ist eine Ohr-OP die ich auf Grund eines Cholesteatoms 2006 habe durchführen lassen müssen. Nun ist es nicht mehr ganz so gut mit dem Hören, was ich aber eher angenehm finde. ;-)

Wenn ich was nicht hören möchte, lege ich mich auf das gesunde Ohr und Ruhe is. 

Das hat aber eben auch zur Folge, dass alle anderen meist schon wissen was oder wer grade kommt, während ich, Cindy-gleich, noch ahnungslos bin.

Nun begab es sich aber, dass mein geliebter Göttergatte einen Faible für Sportwagen hat. Und die sind gerne was lauter. Nachdem ich ihn mit Porsche Cayman kennengelernt habe, wechselte er kurz mal ganz vernünftig in die Klasse der Hybrid-Automobile, was heute noch für Lachkrämpfe innerhalb der Familie sorgt.

Die Liebelei hat entsprechend nicht lange gehalten und es kam ein Monster mit weit über 400 PS, das zu groß für ne Garage war. Der allseits beliebte Lexus ISF. Panzer in Autoform.

Dessen überdrüssig geworden, folgte ein Toyota GT 86. Wenn man die Halbwertzeit seiner Fahrzeuge berechnet kommt man auf ungefähr 2 Jahre. Außer man ist ein Hybridfahrzeig. Dann muss man schneller weichen. Und im April 2016 war dann auch der GT 86 weg. Und es kam... nix. Ups? 

Thompson fuhr mit seinem 45 km/h - Rad zur Arbeit und überlegte was er wohl als nächstes haben möchte. Aber es fand sich nicht das rechte. Irgendwie. Und irgendwie benötigte er auch nicht wirklich einen PKW. So hatte er alle Zeit der Welt seine neue Liebe zu suchen. Und nun hat er sie gefunden. Elke. Die vette Elke, um genau zu sein.

V8, 6 Liter, über 400 PS. Und ein Sound, dass die Tassen im Schrank wackeln, wenn er erscheint. Anschleichen is nu nich mehr. 
Auch Cindy und Michaela hören ihn nun heimkommen. Von den Nachbarn mal ganz zu schweigen. :-/

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Kollegas

Wir hatten eine tolle Zeit!

Begonnen hat sie im Oktober 2005, als ich von Rheydt nach Duisburg gewechselt bin um dort im Büro zu arbeiten. Nach einigen Jahren habe ich das Büro wieder gegen den Verkauf getauscht, wurde Teamführung und durfte mit dem Team das Haus auf der Münzstr. bis zu dessen Schließung betreuen. Das war 2010. Das Jahr in dem ich weiter gezogen bin um die Filiale in Viersen zu übernehmen.

Haus Duisburg, die Stadt, die Menschen, das Team, all das hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. 

Die Ruhrpott-Schnauze und die offene Art der Menschen, der Humor und auch der Umgang miteinander, das ist ganz genau mein Ding. Ich denke sehr, sehr gerne an die Zeit dort zurück und würde sie als die beste in meiner beruflichen Laufbahn bezeichnen. Trotz der Entfernung und der Fahrtzeit. Die habe ich gerne in Kauf genommen.

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Wenn's einmal läuft...

So, das war doch mal ein Tag!

Klar unter dem Motto zu sehen: "Muss man alles mal erlebt haben." Aber bitte nicht allzu oft.

Der Plan für heute war denkbar einfach.

Ich wollte am Mittag Klaudia besuchen und ich sollte meine Sitzerhöhung fürs WC montiert bekommen. Und das war's auch schon.

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Lebe noch!

Fragt ihr euch wo ich abgeblieben bin? Falls ja, bin hiiiihiiier! *wink*
:-)
Seit Bruno in mein Leben gefahren ist, bin ich wirklich gut beschäftigt. Voll das emsige Bienchen ;-)

Also, was haben wir denn da?

Da sind zuerst einmal all die lieben Menschen, die ich gerne alle besuchen möchte. Den ein oder anderen Termin haben wir schon vereinbart und ich bin frohen Mutes, dass ich alle irgendwann abgeklappert habe. Es ist aber echt nicht einfach. Jeder hat ja so seins und ich habe meins. Aber wir schaffen das!

 

Dann bin ich ein wenig "heimgekommen".

Will heißen, ich bin wieder in meiner alten Physiotherapie-Praxis gelandet.

Als ich nach meiner Reha im November 2015 nach Hause gekommen bin, habe ich entschieden, dass Auto fahren keine Option mehr ist. Außerdem hatte ich auch meinen Panzer noch nicht. So musste ich sehen, wie ich zur Physiotherapie komme. Und da war meine Leib- und Magenpraxis leider zu weit entfernt.

So bin ich schweren Herzens in eine andere Praxis in der Nachbarschaft  gewechselt.

Gar keine Frage, sie haben mich etwas über ein Jahr bestens versorgt.

Aber meine alten Physios waren halt, wenn auch nicht Freunde zu nennen, so dann doch sehr gute Bekannte.

Wir haben uns 2011 kennen gelernt, als ich mit dem Joggen begonnen habe. Mit Thompson zusammen haben wir einen Plan erstellt, um Muskelkraft für das Laufen zu trainieren.

Sie haben mich durch zwei Bänderrisse getragen und als klar war, dass irgendwas nicht stimmte, haben wir auch das zusammen durchgestanden.

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Unter Freunden

Hach, war das wieder schön!

Meine Rehakumpels und ich haben heute die Klinik besucht, die uns zusammen geführt hat.

Grund war Achim, der wieder einen Aufenthalt dort gebucht hat.

Und dank Bruno war es ja ein Leichtes für mich, sich mit Silke und ihrem Freud Christian zu verabreden und einen schönen Tag dort miteinander zu verbringen.

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Ach so... ja, dann!

Zweierlei Maß ist so ne Sache.

Jeder von uns ist auf irgendeine Art und Weise befangen. Da ist es nicht so schlimm wenn der befreundete Nachbar einen am Samstag morgen mit der elektrischen Heckenschere aus dem Schlaf reißt. "Hat bestimmt nicht auf die Uhr geschaut, oder er muss später weg und kann das nur jetzt erledigen."

Würde der nicht ganz so gut gelittene Herr von Gegenüber das Gleiche machen und sei es nur mit einer manuellen Schere, schnipp-schnapp, wäre unser Samstag morgen gleich viel unentspannter. "Muss das jetzt sein? Geht sicher auch was später."

 

So muss das auch bei dem Facebook-Post sein, den ich eben gelesen habe.

Eine Frau schreibt, dass ein Katerchen einen neuen Wirkungskreis sucht. Nichts neues bei Facebook, vor allem dann nicht, wenn man auf Tierschutzseiten unterwegs ist. Ständig sucht wer wen für eine Katze, einen Hund, ein Kaninchen...

 

Geteilt wurde dieser Beitrag von einer Dame, die im Tierschutz tätig ist.

Ich schätze sie sehr, setzt sie sich doch ein für Tiere, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Und für Kastration von Katzen, damit die Schwemme eingedämmt wird.

 

Aber der Satz des von ihr geteilten Posts: "Ich kann aus dieser Verpaarung... keinen Kater mehr behalten", ließ mich stutzen. "Verpaarung?" Das las sich aber nicht nach Tierschutz. Nochmal gelesen. Ja, Verpaarung.

Hm. Ich habe dann die Teilerin des Beitrags gefragt, ob es sich bei dem Post um eine Züchterin handelt. Und die Antwort war:

"Eine ganz seriöse Züchterin."

Ach so... Ja dann!

 

Es ist ja nun so, dass man Katzen, Hunde, Kaninchen, Mäuse, Klapperschlangen und Flusskrokodile züchten kann ohne irgendeine Ausbildung machen zu müssen. Die Begriffe "Zucht" und "Züchter/in" sind nicht irgendwie geschützt.

Bei Klapperschlangen und Flusskrokodilen ist es sicher vergleichbar schwerer einen Zuchterfolg zu erzielen, bei den "normalen" Haustieren ist es ganz einfach.

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Lehrstunden

Ich glaube, das Leben hat sich etwas Zeit genommen um mir ein paar Stunden zu erteilen. Thema des Unterrichts ist "verantwortlich Entscheidungen treffen und mit den Konsequenzen umgehen".

Ich denke, der Grund dieser Extra-Einheiten ist ein vielleicht zu sorgloses Umgehen mit dem hohen Gut des Lebens. Vielleicht habe ich es nicht so respektiert wie es das verdient hat. Vielleicht habe ich zu leichtfertig abgeurteilt. Schulterzuckend und mit einem "Na und?" auf den Lippen so getan, als wären Entscheidungen, die das Leben betreffen, einfach zu fällen.

Sicher war von allem etwas dabei. Jedenfalls durfte ich nun die Lehrstunden genießen. 

Die erste kam in Form meiner Mama daher.

Sie ist nun grade etwas mehr als einen Monat in ihrem neuen Zuhause. Als ich Bruno abgeholt hatte, war der Besuch bei ihr schon fest eingeplant. Schließlich war ich bis dahin kaum dort gewesen. Sie wohnt jetzt nun mal 30 km entfernt und ich benötige immer jemanden der mich fahren kann. So machte ich mich am Nachmittag mit Bruno auf und fuhr sie besuchen. Ich war angenehm überrascht. Sie wirkte sehr aufgeräumt auf mich, schäkerte auch mal ein wenig mit den Pflegern und lächelte immer mal. Auch schien die Verzweiflung, die sie so oft fest im Griff hatte, etwas weiter weg zu sein. Wow. So hatte ich sie lange nicht mehr erlebt. Das war schön. Als ich mich wieder verabschieden wollte, kam kurz das "ich komme aber mit!" zurück. Das konnte ich aber recht schnell auffangen, denn sie konnte mich zur Tür begleiten. Dort haben wir uns verabschiedet und gewunken. Und das war für sie auch o.k.. Alles in allem ein gelungener Besuch. Das war Freitag, der letzte Freitag im März.

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Hello Doc!

Mit Bruno habe ich eine Menge neuer Freiheiten erhalten. Oder alte Freiheiten wieder zurück gewonnen. Einfache Dinge, wie die Tatsache, dass mich meine Hausärztin nach über einem Jahr mal wieder persönlich gesehen hat, hat unter anderem Bruno mir ermöglicht. Aber auch mein neuer Aktiv-Rolli, der viel kleiner ist als der erste. Denn mit dem ersten habe ich nicht in ihren Aufzug gepasst.

Ihre Praxis liegt im ersten Stock eines Wohnhauses und der dazu gehörige Aufzug ist sehr eng. Es ist eine ältere Praxis, nicht so ein neumodisches Ärztehaus-Ambiente, und da muss man schon mal Abstriche machen. Wir haben bei Bedarf telefoniert und da ich meist gesund bin, konnten wir das, was zu klären war, auch auf diesem Wege tun.

Als es mir nach meinem Uniklinik-Aufenthalt so beschissen ging, im wahrsten Sinne des Wortes, wäre sie auch zum Hausbesuch gekommen. Meinte aber dann doch, es sei sicherlich sinnvoll, dass ich mir eine Praxis suche, die ich auch mal erreichen kann. Wo sie Recht hat...

Wenn man aber mit seinem Arzt zufrieden ist und ihn nur wechseln soll, weil man die Praxis nicht mehr erreicht, ist das wirklich sehr schade.

Nun, wo Bruno da ist, dachte ich mir, versuche ich es nochmal. Ich musste niemanden fragen, ob er mich bringt und konnte es einfach mal probieren.

Donnerstag morgen sind wir aufgebrochen um ein Arzt-Abenteuer zu bestehen.

Meine Arme machen nach wie vor was sie sollen, wofür ich jeden Tag wirklich dankbar bin. Genauso wie für all die anderen Funktionen, die mein Körper klaglos ausführt. Dass die Beinchen da außen vor sind ist wirklich halbe Höhe, wenn ich mir vorstelle, was noch alles kaputt sein könnte.

Außerdem werden meine Arme stärker, was ich daran merke, dass es keine große Anstrengung mehr ist, einige Meter auf der Straße zu rollern. Das nimmt mir auch die Sorge, dass es mir zu anstrengend werden könnte. Und ich kann entspannt etwas weiter entfernt parken, wenn es dort angenehmer ist zu halten. Ärmchen kullern mich schon hin. Nicht zuletzt, weil mein neuer Rolli wirklich um ein Vielfaches leichter rollt als der erste es getan hat.

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Personality

Eine Woche ist die Verbindung Bruno-Michaela nun schon alt. 

Und wir verstehen uns immer besser. Die kleinen Haker sind ausgeräumt und das Ein- und Aussteigen sowie das Fahren läuft immer flüssiger.

Natürlich ist es unmöglich, dass Bruno aussieht wie jeder andere Multivan. Darum habe ich ihn am Mittwoch erstmal ein wenig personalisiert.

Ich wollte um 17 Uhr beim Frisör sein. So habe ich mich zeitig genug aufgemacht. Der erste Weg nach draussen wurde gestoppt, weil ich meine Handtasche mit dem Geld vergessen hatte. Wieder zurück. Der zweite Versuch wurde von Bobby unterbunden, der noch schnell rein wollte. Wieder zurück. Aller guter Dinge sind drei. Dachte ich.

Ich habe es also bis ins Auto geschafft , habe die Adresse ins Navi getippt und bin losgefahren. Nach einigen hundert Metern fiel mir ein: "Dein Parkausweis!" Der lag noch auf dem Esstisch, weil ich ihn mit Pascal zusammen im anderen Auto benötigt hatte. Aber ohne ist Behindi-Parkplatz-Parken tabu. Kacke.

Ich fuhr also wieder heim. Um es mir einfacher zu machen, dachte ich, halte ich am Carport, rufe Pascal an und bitte ihn, ihn mir rauszubringen. Wäre auch gut gegangen. WENN... da nicht diese Laterne gestanden hätte.

Witzigerweise ist die schon mal öfter ein Problem gewesen. Unser Nachbar wollte sie sogar entfernen lassen. Sie störte ihn beim Parken vor seinem Haus. Tja, wir fanden das unnötig.

Jetzt würde ich ihn unterstützen. ;-)

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Bruno

Endlich kann ich wieder unabhängig von meiner Familie unterwegs sein. Das ist ein grandioses Gefühl.

Das "einfach-losfahren wenn man los möchte" ist unbezahlbar.

Ich habe vor einigen Monaten noch den Gedanken gehabt, dass ich kein Auto benötige. Geht schon so. 

Und dann kam der Ausflug mit Töchterchen nach Auschwitz. Und mit ihm meine Meinungsänderung.

Auf der Fahrt merkte ich, wie schön es ist, unterwegs zu sein, Städte zu sehen und einfach durch die Landschaft zu fahren. Der Weg ist das Ziel.

Und das hat mich dazu gebracht, den Kampf um mein eigenes Auto wieder aufzunehmen. Und da ich nun wusste, warum ich kämpfte, habe ich ihn auch sehr überzeugend geführt und schließlich gewonnen.

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Gute Wünsche

Ihr Lieben!
Es passiert grade soviel... Schönes und nicht so Schönes. Darum komme ich einfach nicht dazu, euch von meinem neuen Freund Bruno zu erzählen, der ganz klar zu den schönen Dingen gehört, die passieren.
Leider ist das weniger Schöne, dass meine Mama sehr sehr böse gestürzt und nun im Krankenhaus ist.
Dafür ist es dann wieder gut, dass ich nun Bruno habe, so kann ich problemlos hin. Alles hat zwei Seiten.

Ich hoffe sehr, dass sie wieder gesund wird.
Is grad so ein bissel beten ganz gut.

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Vergrößern wir den Fuhrpark

Wenn man noch nicht für jede Wegstrecke den passenden Rolli hat, muss man eben aufstocken, ne? Is soooo!

Andere kaufen sich Laufschuhe, ich kauf mir Rollis.

In einem der letzten Beiträge hatte ich ja schon kurz erwähnt, dass der "ach so toll und hochgepriesene Quickie Jive up", kurz "Panzer", nun doch nicht ganz so gut geeignet ist, um ihn ins Gelände mitzunehmen. Er schwächelte nachdem er ein Jahr Hunderunden mit uns durchgerollt war. Es waren etwas über 1500 km. Da hatte er wohl nicht mit gerechnet. Der Sanitätsmensch vielleicht auch nicht. Wer weiß.

Seine Stoßdämpfer waren durch und die Reifen abgefahren. Außerdem war er sich wohl auch ein wenig zu fein, dauernd schmutzig zu werden und verweigerte so seinen Dienst als es darum ging, dass er mich aufrichten sollte. Aber dazu war er auch angeschafft worden! Und jetzt "mimimi"...

 

So folgte ich dem Rat meines Sanitätsmenschen und schaute mich im Outdoor-Rolli-Geschäft um. War überschaubar. Es gab genau zwei, die er empfehlen konnte.

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Happy Birthday, Panzer!

Ein Jahr isser nun schon alt. Mein Panzer.

Was habe ich ihn herbei gesehnt und ja, er hat mir sehr gute Dienste geleistet. Viele km haben wir beide abgerissen. Er ist ein treuer Begleiter. Auf Hunderunden, im Bus und durch die Stadt. Und nun habe ich ihm noch nicht mal nen Kuchen gebacken...

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Hauptsache geteilt!

Er ist in aller Munde und auf aller Seiten. Der Mörder des kleinen Jungen, der in Herne eine unglaubliche Tat vollbracht hat und diese sogar noch im Darknet gepostet hat. Nun ist er flüchtig und wird mit Großaufgebot gesucht.

Auch Facebook wird zu Hilfe genommen, was ich sehr legitim finde.

Was ich dann wieder eher schwierig finde, ist, dass Berichte aus allen Profilen heraus geteilt werden und scheinbar auch, ohne dass man mal einen Blick reingeworfen hat.

Egal wie reißerisch er geschrieben ist, egal, ob haltlose Vermutungen darin vorgekommen, der "Teilen"-Button ist flott gefunden und angeklickt. Man sollte echt so einen Schutz darüber legen, wie es ihn auf manchen Knöpfen gibt, um sie vor unbeabsichtigtes Drücken zu bewahren. Und auf diesem Schutz sollte man schreiben: "Bitte nochmal genau drüber nachdenken, willst du das wirklich?"

Nicht, dass ich glaube, dass das irgendwas bewegt, aber wäre doch ein Versuch wert.

Irgendwo hatte ich von der Idee gelesen, dass man vor dem Teilen von Artikeln erstmal drei Fragen beantworten muss. Auch eine gute Idee. Das hirnlose Teilen hätte dann schon mal ein Ende, denn um Fragen zu beantworten muss man wenigstens etwas davon besitzen.

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Weil schlechter einfach besser ist?

Anknüpfend an meinen letzten Blog-Eintrag komme ich um die Frage nicht herum, was es soviel Besseres gibt an schlechten Nachrichten. Positiv durch die Welt zu gehen, zu rollen, von mir aus zu reiten ist einfach nicht hip. Es wird an jeder Ecke und Kante gejammert. Vielleicht bin ich nun noch mehr sensibilisiert. Mag sein. Aber die Jammerlappen um mich rum gehen mir gehörig auf den Nerv.

Und weil Sonntag der Ausnahmetag der Fastenzeit ist, lasse ich nun auch alles raus. So.

Sind Rollifahrer per se schon schlecht drauf? Vielleicht fühlen sie sich ja vom Leben benachteiligt? Und ungeliebt? Und nicht wertgeschätzt? Oder warum lese ich grade in einer Rolligruppe, deren Mitglied ich bin, in einer Tour lauter Jammerbeiträge? Fing heute morgen damit an, dass einer ein Bild gepostet hat von (s)einem umgefahrenen Behindi-Parkplatz-Schild.

"Vielen Dank ihr Hirnverbrannten Arschlöcher! Wenn ich euch erwische schieb ich euch das Ding in den Arsch!!!", steht drunter.

Jut, is nicht schön, wenn einem das Behindi-Parkplatz-Schild umgefahren wird, aber ma echt, solche Ausdrücke? Reicht es nicht, Polizei, Ordnungsamt oder Stadt oder alle zusammen anzurufen und um Reparatur zu bitten? Das Schild solange an die Seite zu legen und seinen Tag weiter zu begehen?

Die nächste postet ein Bild von einem Behindi-Parkplatz an einem Diskounter. Mit der Überschrift "findet den Fehler". Gesucht und nicht gefunden. Es war eine Mauer. An der standen Mülltonne und Fahrräder. Wenn man mit der Schnauze voran dort parkt stören die doch nicht. Es sei denn, man fährt Isetta.

Der dritte jammert, er habe den falschen Pflegegrad zugesprochen bekommen. Mutti muss alles machen, er kann nix und bekommt Grad 2. Unfassbar, oder? Wievielen Muttis geht es mit ihren Männern genau so und die bekommen gar keinen Pflegegrad? ;-)

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