Das Jahr 2014


Verliebt


Wenn man mich nicht zur Physiotherapie rollen sieht, ist es mehr als unwahrscheinlich, dass ich nicht begleitet werde.
Wenige Meter vor, hinter oder neben mir findet sich Cindyline.
Mein Schatten. Ja, ich hab nen Schatten. 😅

 

Cindy ist am 01.02.2014 in mein/unser Leben getreten.
Gesehen hatte ich ihr Bild auf der Website des Tierheims Mönchengladbach und war sofort verliebt.
Kurz vorher hatte ich den Gassigänger-Führerschein gemacht. Er befähigt die Menschen dazu, mit den dort lebenden Hunden spazieren gehen zu dürfen.
Natürlich habe ich sofort nach Cindy gefragt. Und wir beide sind zum ersten Mal gemeinsam losgezogen.
Da konnte ich noch völlig normal gehen. Ich merkte grade so ein bisschen, dass ich beim Joggen langsamer wurde. Aber das habe ich auf ein Formtief geschoben.
Jeeeedenfalls... Verliebt. Ende.

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Meine Hundeflüsterer


Meine „Hundeflüsterer“ heißen Maike Maja Nowak, Jan Fennell, Patricia B. Mc Connell, und, ja, ich gebe es zu, auch Martin Rütter.  Aus all ihren Büchern und Fernsehauftritten habe ich mir das heraus gesucht, was ich sinnvoll fand und mir so was Eigenes gebastelt. Und Cindy war dann der Indikator, der mir zeigte, was funktionierte und was nicht.

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Auf neuen Pfaden


Irgendwann im Laufe des März 2014 habe ich dann meine Laufschuhe in die Ecke gestellt und bin nur noch im Schritttempo mit Cindy unterwegs gewesen. Da noch mit dem Gedanken, wenn es wieder besser wird, fange ich wieder an.
Mit Hilfe diverser Internetseiten habe ich uns immer neue Wege gesucht die wir dann angesteuert sind. Mit einer App konnte ich dann die Route planen und mit meinem Navigon wieder zum Auto finden, weil ich mich jedes Mal hoffnungslos verlaufen habe. Es waren wundervolle Routen dabei, grade im Bereich der holländischen Grenze gibt es eine Menge zu entdecken. Da ich jetzt gar kein Auto mehr fahren kann, fällt dies flach, es sei denn ich schaffe es irgendwie noch die Bewilligung für einen umgebauten PKW zu bekommen, mit dem ich mich dann wieder auf eigene Faust auf die Reise machen kann. Das würde ich wirklich gerne.

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Mein anderes Hobby


Zu der Zeit hatte ich neben meiner Cindy noch ein kleines Hobby. Ich war Filialleiterin eines Bekleidungsfilialisten. Seit fast 30 Jahren bei dem Verein, dort meine Lehre gemacht und ein wenig durch verschiedene Filialen gewandert, hatte ich nun eine Anstellung, die mich mit mehr als den möglichen 100% forderte.
Unsere Filiale wurde zu der Zeit umgebaut. Das heißt, eigentlich wurde sie entkernt. Außer den Säulen stand nix mehr. Dennoch ging der Verkauf weiter. Wir wurden mit Staubschutzwänden eingehüllt, die aber nicht den Lärm von sich in Betonböden fräsenden Maschinen abhielten. Den Staub übrigens auch nicht. :-/

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Heimkehr


Im April 2014 kam Töchterchen mit drei Monaten Verspätung aus Australien zurück. ;-)
Geplant war Januar, dann wurde es Februar… Na, immerhin!
Ich fuhr mit ihrer Freundin zum Frankfurter Flughafen um sie abzuholen. Mittlerweile hatte ich mich schon daran gewöhnt, dass ich vorsichtig gehen musste, ich trug auch keine hohen Schuhe mehr, sondern nur noch flache oder auch gebundene, die meine Knöchel etwas stützen. Nicht, dass das was genutzt hätte…

 

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Alle meine Zehen...


Und irgendwann zwischen Geschäftsumbau, Hunderunden, Sport und Tierarzt war dann doch der Moment da, wo es nicht mehr zu leugnen war, dass irgendwas nicht stimmte.
Ich stand in der Dusche und weiß bis heute nicht warum, aber ich zog meine Zehen hoch. Wie man so Zehen hochzieht wenn man steht. (Ich weiß was ihr gerade tut, hihi). Das heißt, ich zog die rechten Zehen hoch. Bei den linken tat sich nämlich nix. Nada. Ich schaute auf meine Füße und sah nur rechte Zehen, die sich mir entgegenreckten. Die linken blieben einfach wo sie waren. Auf dem Boden der Duschwanne.

 

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MRT und Co.


Ich ging normal arbeiten, stolperte immer mal durchs Leben und erzählte meinen Kollegas, dass ich meine linken Zehen nicht mehr heben konnte. Allgemeine Ratlosigkeit.
Dann kam der Tag beim Neurologen.

 

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Radtour


Unsere Runden wurden immer öfter mit dem Fahrrad absolviert. Man knickt weniger um wenn man im Sattel sitzt. Allerding muss man erstmal dorthin kommen.  Neben dem Schlappfuß links hatte ich immer mehr Probleme meine Beine anzuheben.  Ins Auto stieg ich ein, indem ich mich hinein setzte und dann ein Bein nach dem anderen mit den Händen hineinzog. Rechts ging es immer noch besser als mit links. Aber alleine schaffte es keines mehr über die Kante. Auto fahren ging aber noch sehr gut.

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Urlaub

Im Juli 2014 bin ich dann nach Duisburg gefahren um mich dort bei dem Neurochirurg im Klinikum vorzustellen. Er war der ehemalige Chef des Arztes, der nun in dem Krankenhaus  praktizierte, in das mich der Orthopäde geschickt hatte. Laufen ging noch immer ohne Hilfsmittel, war aber anstrengend. Der besagte Arzt dort war Professor und Chefarzt. Das war ja dann schon fast ne Ehre. Ich hatte ein wenig befürchtet, einem Halbgott in Weiß entgegen zu treten, aber er war überraschend freundlich. Er hat sich meinen linken Schlappfuß angesehen und auch das MRT vom Rücken. Er war auch ziemlich sicher, dass dies keine Ursache auf den Fuß haben kann, meinte aber, man könnte es ja mal freilegen. So sind se, die Chirurgen…


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Auf in die Diagnose-Fabrik!


Am 03.09.14 bin ich dann zur ambulanten Untersuchung in die Neurologische Abteilung eines Krankenhauses in der Nähe gegangen. Mein Neurologe hatte den Termin beim Professor vereinbart. Aber auch Professoren können nicht zaubern. Bei ihm erntete ich ebenfalls das mir nun schon wohlbekannte Schulterzucken. Er untersuchte mich, hob meine Beine, die Arme, den Kopf und bat mich, es selbstständig zu wiederholen. Das eine ging besser, das andere schlechter. Nicken war noch nie meine Stärke, das hatte aber einen anderen Hintergrund. ;-) Am Ende der Untersuchung war klar: keine Ahnung.

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Diagnosefabrik Teil 2


Am ersten Tag wurde noch ein MRT gemacht. Ich glaube, des Schädels, ne, das war ja schon. Hm. Ah! Des Beckens! Ja, genau. Wurde aber nichts Auffälliges gefunden.
Am nächsten Morgen dann die Lumbalpunktion. Knirsch. Die Ärztin hatte mir erklärt, dass die häufigste Nebenwirkung Kopfschmerzen seien. Die könne man aber damit verhindern, dass man zum einen eine atraumatische Nadel benutzt, die besonders dünn ist, und zum anderen 2 Stunden nach der Entnahme des Liquors  flach auf dem Rücken liegen bleibt. Und Cola sollte ich trinken. Okay. Na, dann.

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Diagnosefabrik Teil 3


Um die Voruntersuchung für die Biopsie machen zu lassen, musste ich von „meinem“ Krankenhaus in das Mutterhaus, das etwa 5 km weiter weg war. Ich wurde mit einem Krankentransport gefahren, der mich mitsamt meiner Akte dorthin brachte. Es war ein Taxi, da ich ja nicht weiter gehandicapt war. Mein Schädel tat schon weh als ich einstieg und ich wünschte mir nichts sehnlicher als mich hinzulegen. Weit gefehlt. In der Ambulanz musste ich erstmal warten. Dann musste ich zur narkoseärztlichen Untersuchung. Doch die sagte mir, nach Blick in eine Akte,  da ich keine Narkose bekomme, brauche ich nicht zu ihr. KEINE NARKOSE?! HABT IHR SIE NOCH ALLE?!

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Zombies halt


Eigentlich darf ich mich aus dem Krankenhaus aber nicht verabschieden ohne ein paar Highlights zu posten. Noch mehr? Es waren doch schon so viele! Jaaa. ;-)

Eines war unumstritten meine Bettnachbarin. Sie war, wie gesagt, eine etwas ältere Dame, ich glaube, sie war 67 und war im Krankenhaus, weil sie in der Reha, die sie zuvor besucht hatte, so falsch mit ihren Parkinson-Medikamenten eingestellt worden war, dass sie kaum mehr was konnte. Das haben die hiesigen Ärzte dann mit einigen Versuchen verschiedener Medikamenten-Gaben und mal mehr mal weniger hohen Dosierungen wieder hinzubiegen versucht. Je nachdem welche Dosierung grade dran war, brachte diese entsprechende Nebenwirkung mit sich.

So hatte sie, nennen wir es mal, sehr realistische Träume. Ich liege am Abend im Bett, schaue Fernsehen, Kopfhörer auf, da erschallt eine Stimme neben mir: „DU SOLLST DAS LASSEN!“ Was hab ich mich erschrocken!

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Home sweet home


Ja, da war ich dann. Zuhause.

Laufen konnte ich wegen der OP-Wunden noch nicht richtig, die Erkältung hatte mich voll im Griff und die Kopfschmerzen sowieso. Besser ging es kaum mehr.
Ich habe die folgenden Wochen zwischen Couch und Bett verbracht. Natürlich verheilten die Wunden, das Laufen war danach nur noch so schlecht, wie ich es kannte. Es ging ohne Gehhilfe. Die Erkältung verschwand auch. Die Kopfschmerzen blieben. Meine Hunderunden machte ich trotz Schädel, denn nur rumliegen war noch nie mein Ding. Aber es war anstrengend.

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Nahtod-Erfahrung


Das Ergebnis der Biopsien und somit auch der Bericht des Krankenhauses wurden nach mehrmaliger Nachfrage und ebenso mehrmaligem Vertrösten dann am 20.11. meiner Hausärztin gefaxt.  
Der psychopathologische Befund hat mir am besten gefallen. „Die Patientin ist wach,…, im Kontakt freundlich zugewandt,… Distanziert sich glaubhaft von akuter Suizidalität.“ Schön, oder? „Freundlich zugewandt“ sind Hunde auch. Bestenfalls. Meiner jetzt nicht so, aber o.k., dafür war ich es ja. Der Bericht gliederte sich in all die verschiedenen Abteilungen, die mich untersucht hatten.

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Weihnachten


Seit dem Erlebnis, im weiten Feld bei Unwetter unterwegs zu sein, habe ich solche Dinge lieber gelassen. Ich bin dorthin gefahren, wo die Wege nicht so weit vom Auto weggingen, oder ich habe mein Klapprad genommen um mit Cindy im Umkreis unseres Zuhauses „spazieren zu gehen“. Die Zeit nach dem Krankenhaus war erstmal nicht mehr geprägt von weiten Touren.

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